Die 

 HÖR- und SCHAUbühne

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Der Vogel des Monsieur Prévert


Nr. 1) Familienvorstellung


Nr. 2) Abendvorstellung

"Leichtfüßiger Poesiekampf
Frei nach dem Gedicht "Wie man einen Vogel malt" des französischen Dichters Jacques Prévert entsteht ein bunter Reigen aus zauberhaften Bildern und kuriosen Situationen, die den Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen der Fantasie nehmen. In einer Mischung aus Pantomime, Jahrmarktstreiben und Bühnenpoesie entsteht ein leichtfüßiges Stück, das aber durchaus auch Fragen aufwirft. Was ist Kunst eigentlich? Kann Kunst sterben? Lebt ein Künstler durch seine Werke ewig weiter? Die Antworten muss dann aber doch jeder für sich allein herausfinden, wenn er in die skurril-poetische Stimmung des Stückes abtaucht."
Neue Potsdamer Nachrichten


"Poetischer Vogelfänger
Auf den Stühlen liegen Papiertaschentücher. Für den Fall, dass jemand weinen muss? Falls sich einer verkühlt hat und nun mit einem dicken Schnupfen im Theater sitzt? Aber nein, man reißt ein Loch in das Taschentuch - schon ist es ein gieriges, großes Maul, das die Zähne fletscht. In der Mitte wird das Tuch geschnürt - und siehe da! Eine Blüte entsteht. Einen Atemhauch darauf geblasen - und schon flattert ein Vogel davon. Mit etwas Geschick lässt sich aus schnöden Tempotaschentüchern sogar ein ganzer Theaterabend gestalten.
Suzan Smadi und Sascha Bufe benötigen für ihr Programm "Der Vogel des Monsieur Prévert" kaum mehr als ein paar Packen Tempos und eine gehörige Portion Fantasie. Die beiden Figurenspieler haben ein Papiertheater mit Schauspiel entwickelt, das im FITZ an lauen Sommerabenden auf der Terrasse des Theaters gezeigt werden soll. Das Wetter hat am Premierenabend leider nicht mitgespielt, so saß das Publikum an Gartentischen mitten auf der Bühne bei einem Gläschen Wein, Brezeln und Petit Fours.
(...) Suzan Smadi und Sascha Bufe haben eine hübsche theatrale Fantasie zu Jacques Préverts Gedicht "Wie man einen Vogel malt" entwickelt. (...) Mit riesigen weißen Ohren und kalkweißem Gesicht kommt Sascha Bufe auf die Bühne und zaubert immer wieder kleine, gezeichnete Objekte hervor: eine Kuh. deren Geweih plötzlich zum Fischskelett wird, Vögel, die auf einem Ast sitzen und Suzan Smadi frech ins Gesicht spucken.
Es ist ein bisschen Jahrmarktstreiben, ein wenig Poesie und viel Fantasie im Spiel. Es entstehen hübsche Bilder und werden kuriose Momente assoziiert. Smadi, eingeschnürt in einen dicken Papierleib, trägt auf dem Kopf statt Hut einen Fischschwanz. (...)
Das versponnene wie komische Spiel passt bestens zu Préverts ganz eigener Vorstellungswelt. "Warte bis der Vogel in den Käfig schlüpft" heißt es bei ihm, "und wenn er hineingeschlüpft ist, schließe mit dem Pinsel leise die Tür""
Stuttgarter Zeitung


"Leicht wie ein Vogel, nicht wie eine Feder
Jacques Prévert ist in Frankreich populär, hierzulande sind seine Gedichte weniger verbreitet, eher bekannt sind die Filme, für die er Drehbücher schrieb: "Hafen im Nebel", "Die Kinder des Olymp" oder "Der Glöckner von Notre Dame". Im neuen Stück der Hör- und Schaubühne zeigt sich, dass es sich lohnen kann, den Gedichten Préverts mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Vordergründig leicht verständlich, eröffnen sie eine surrealistische Welt der Fantasie und der Vieldeutigkeit. Eines davon - "Wie man einen Vogel malt" - haben sich Suzan Smadi und Sascha Bufe als Vorlage genommen.
Monsieur Prévert ist tot, erfahren die Besucher vorab aus Ankündigung und Programmheft. Er hat große Ohren, um dafür umso besser hören zu können, und umso feinfühliger gelingt es ihm, aus Taschentüchern Vögel, Münder oder Blumen zu zaubern.
Statt seiner redet nun Madam Florence, die er in einem multifunktionalen Vogelbauer, der Käfig, Theaterbühne und Drehorgel in einem ist, auf die Bühne bringt. Einen merkwürdigen Vogel hat er sich da gefangen: Madame Florence hat ein etwas anderes Verständnis von Kunst als der feinsinnige Monsieur Prévert. Ihr ist Kunst die Bühne, auf der sie sich Anerkennung verspricht, um die sie mitunter recht aufdringlich buhlt, für die sie auch zu bezahlen bereit ist, ohne dabei zu merken, dass sie damit zerstört, was die Kunst ausmacht.
Die Taschentücher, aus denen Monsieur Prévert so vielerlei machen konnte, sind zur Währung degradiert, und irgendwann funktioniert auch die Drehorgel nicht mehr. Monsieur Prévert muss sich aller seiner Fähigkeiten besinnen, Figuren erfinden, die Fantasie aktivieren, um der lauten Madame Florence Paroli bieten zu können. Das gelingt ihm am Ende, und das, ohne Madame Florence bloßzustellen.
Daran hat nicht nur das feinfühlige Spiel von Sascha Bufe großen Anteil, auch Suzan Smadi gelingt es, die unförmige Madame Florence als eine liebenswürdige Figur zu präsentieren, deren Abhängigkeit von Wertschätzung sie in komische und absurde Handlungen treibt.
Der Vogel im Gedicht von Jaques Prévert ist einer, den man mit einem gemalten Bild anlocken, den man aber nicht selbst malen kann - es gilt geduldig auf den magischen Moment zu warten, bis der Vogel kommt, und wenn er dann singt, ist es das Zeichen dafür, dass das Bild gelungen ist.
"Es gilt, leicht zu sein, wie ein Vogel, nicht wie eine Feder", hatte Paul Valéry einst gesagt. Es ist die Leichtigkeit, die sich mit Präzision und Bestimmtheit, nicht mit Vagheit und Vertrauen auf den Zufall verbinden solle, wie sie Italo Calvino in seinen "Sechs Vorschlägen für das neue Jahrtausend" beschrieben hat: Leichtigkeit "als unentwegte Verfolgung der Dinge, als ständige Anpassung an ihre unendliche Vielfalt."
Es ist genau diese Leichtigkeit, von der uns der Vogel des Monsieur Prévert in diesem wunderbaren Stück voller Fantasie und Poesie erzählt."
C. Holl, freier Journalist Stuttgart

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